Biotop Lauter-Bach
Ein
Vormittag mit einer Klasse 3 der Eichberg
Grundschule Lauterbach am 19. Juni 2008
Manche von Euch haben zu
Haus einen Gartenteich, den viele Leute einen
Biotop nennen, weil dort Libellen-Larven und andere Lebewesen wachsen.
Ihr sollt heute untersuchen, ob Ihr auch Lebewesen im Lauter-Bach neben
der Schule findet.
Sucht nach besonders nach verschiedenen Larven von Insekten:
Eintagsfliegen
kommen wie alle Insekten aus Eiern auf die Welt. Nach einem kurzen
Leben an
Land (oft nur ein Tag)
kehren die
Weibchen in die Lauter zurück: Auf der Unterseite von Steinen
befestigen sie hunderte von Eiern. Nach Monaten werden
daraus
winzige Larven geboren. Sie fressen (wie die "kleine Raupe
nimmersatt") sehr viel Algen und werden dabei größer. Bald
ist ihre äußere zu eng, und sie platzt. Darunter gibt es
eine neue weiche Haut. Beim
Wachsen dehnt sie sich so lange, bis sie wieder zu eng ist. Dann platzt
auch diese. Darunter hat sich wieder eine dehnbare Haut gebildet. So
gibt es
noch viele weitere Häutungen. 


Eintagsfliegen-Larven
erkennt man an folgenden Merkmalen
(Photo 1 - 3):
An
ihrem Hinterleib haben sie 3 Schwanzfäden und seitlich 7
bewegliche Kiemenpaare.
An der Brust gibt es (wie bei allen Insekten) 3
Bein-Paare, am Kopf 2 große Augen.
Eine Eintagsfliegen-Art ist flach und schnittig wie
ein Rennwagen. Obgleich diese nachts auf der Steinoberseite lebt, wird
sie auch bei Hochwasser nicht abgetrieben (Photo 1 und 2).
Daneben gibt
es eine nicht abgeflachte Art, die sehr beweglich sein kann (Photo
3 und Videoclip).
Wenn die Eintagsfliegen-Larven ausgewachsen sind, bildet sich unter der
äußeren Haut die
fertige Eintagsfliege mit Flügeln (rechtes Photo). Diese lebt
nur wenige Tage an Land ehe sie wieder in die Lauter zurückkehrt,
um
Eier abzulegen und zu sterben.
So ähnlich wie bei Eintagsfliegen leben in der Lauter Larven
andere Insekten: Aus Eiern werden sie geboren, fressen, wachsen,
häuten sich viele Male und werden schließlich zu
geflügelten Männchen und Weibchen, die ihr kurzes Landleben
beginnen.

Köcherfliegen-Larven (linkes Photo) sind die
Architekten des Wassers: Aus Steinchen, Sandkörnern,
Pflanzenstückchen "mauern" sie um sich herum ein Haus, den Köcher.
Dieser muss ständig vergrößert werden, damit die Larven
wachsen können. Wenn sie ausgewachsen sind, verschließen sie
ihren Köcher und wandeln sich darin zum fertigen Männchen
oder Weibchen. (Vorher bilden sie eine unbewegliche Puppe). Rechtes Photo: Du findest
auch Köcherfliegen ohne
Köcher. Auf der Zeichnung siehst Du: Kopf
mit Augen, Brust mit 3 Bein-Paaren und am Hinterleib 7
Kiemenpaaren.
Die fertigen
Tiere sehen wie kleine Schmetterlinge aus.
Steinfliegen haben ihren Namen
daher, dass die lichtscheuen Larven sich tagsüber unter Steinen
aufhalten. Die kleinen Larven, die Ihr findet, sehen so ähnlich
wie im Photo nebenan
aus.
Wie bei den anderen Insekten-Larven besteht ihr Körper aus
Kopf mit 2 Augen und 2 Fühlern, Brust mit 3 Beinpaaren und
Hinterleib. Der hat bei Steinfliegen-Larven 2 Schwanzfäden.
Andere
Tiere in der Lauter:
Strudelwürmer

Experimente mit
Wasser und Luft
1 Warmes Wasser löst weniger Luft als kaltes
2 Wasser
entspannen
Wasser aus
Wein: Destillation
3 Aus Wasser ein Gas herstellen: Knallgas
4 Aus Wasser zwei Gase herstellen
5 Luft ist nicht dasselbe wie
Sauerstoff
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erste Veröffentlichung: 17.06.2008
letzte Veränderung: 30.06.2008
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