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  salz20 Radioaktive Salze in Fliesenfarbe, Glühstrumpf und Zifferblatt

Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts wurden radioaktive Salze der Metalle Uran, Radium und Thorium zur Herstellung von Gegenständen des täglichen Lebens genutzt. Noch heute setzt man im Gasteiner Heilstollen ("Radon-Gehalt von "44 Bq/l Stollenluft")  dieses Radium Zerfallsprodukts von Uran 237
therapeutisch ein. Im folgenden soll geprüft werden, ob sich Radon aus einer alten Armbanduhr (Photo 1) nachweisen lässt.

Materialien
Photo 1: Rotes Fliesen-Bruchstück aus Südfassade der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach, alter Glühstrumpf, alte Armbanduhr,
Photo 2: Geiger-Zähler-Taschengerät von Innova mit Zählrohr Typ A (für Alphastrahlung) und umgewandeltem Taschenrechner.
Zwei gleich große dicht verschließbare 100-mL-Gläser, Zwirnsfaden, Watte, Stativ mit Muffe und Klammer.
Versuch
y Photo 2: Baue die Apparatur zusammen, schalte das Taschengerät und den Taschenrechner ein.
Schraube die Schutzkappe von dem Zählrohr ab, lege zuerst das Fliesenstück darauf. Notiere die Impulse/Minute.
Wiederhole den Versuch anschließend mit dem Glühstrumpf und dann mit der Uhr.
Binde die Uhr an einen Zwirnsfaden, lege sie in das eine Glas, verschließe dicht, klemme dabei den Zwirnsfaden ein.
Photo 3: Spanne das Taschengerät mit dem Zählrohr nach unten in ein Stativ ein und bringe das andere Glas darunter.
Lies am Rechner die Zahl der Impulse nach 1, 2, 3, 4 Minuten ab.
Photo 4: Nachdem die Uhr eine Woche in dem anderen Glas war, öffne es, entnimm die Uhr, bringe das Glas unter das Zählrohr, verschließe die Öffnung mit Watter und starte den Zähler neu. Lies wieder nach 1
, 2, 3, 4 Minuten ab.
Beobachtungen
Photo 2: 300-400 Impulse pro Minute
Photo 3: 17, 34, 45, 64 Impulse pro 1, 2, 3, 4 Minuten = 16 Impulse pro Minute ("Nulleffekt").
Photo 4: 44, 103, 157, 201 Impulse pro 1, 2, 3, 4 Minuten = 50 Impulse pro Minute = Zählrate:  34 (50 - 16) Impulse pro Minute.
Erklärung
zu 2 und 4: siehe Zerfallsreihe von Uran-238: Neben Radium-226 (als Salz im Zifferblatt) mit einer Halbwertszeit 1602 Jahren tritt auch das Edelgas Radon 222 mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen auf. Dieses verlässt das Uhr-Gehäuse und sammelt sich in nachweisbarer Menge im Glas an. 


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